Startseite › Blog › Beste Reisezeit für Japan

Reisezeit

Beste Reisezeit
für Japan

Von Pia. Zuletzt geprüft im September 2026.

Kirschbäume am Chidorigafuchi-Wassergraben in Tokyo in der Dämmerung, Ruderboote auf dem Wasser, dahinter Hochhäuser
Chidorigafuchi in Tokyo. Die Boote sind in der Blütezeit abends bis in die Nacht unterwegs.

Japan hat vier sehr unterschiedliche Jahreszeiten und drei Zeiträume, in denen man besser nicht unterwegs ist. Hier steht, welcher Monat wofür taugt, wann Kirschblüte und Herbstlaub tatsächlich kommen und warum der Mai unterschätzt wird.

Die kurze Antwort: Ende März bis Mitte April für die Kirschblüte, Ende Oktober bis Anfang Dezember für das Herbstlaub. Beides ist schön und beides ist voll.

Wer lieber Ruhe hat: Mai und Ende September bis Mitte Oktober. Angenehmes Wetter, deutlich weniger Menschen, niedrigere Preise.

Meiden: 29. April bis 5. Mai (Golden Week), um den 15. August (Obon), 29. Dezember bis 3. Januar.

Monat für Monat

MonatWetterWas dafür und dagegen spricht
Januarkalt, trocken, sonnigKlare Sicht auf den Fuji, Schnee am Japanischen Meer, günstige Preise. Die ersten Tage des Monats fallen aus, da ist alles zu.
FebruarkaltPflaumenblüte, Schneefestival in Sapporo, wenige Touristen. Kurze Tage.
Märzkühl bis mildAb etwa dem 20. beginnt die Kirschblüte im Süden. Die zweite Monatshälfte wird schnell voll und teuer.
AprilmildKirschblüte in Tokyo und Kyoto, danach frisches Grün. Ab dem 29. beginnt die Golden Week.
Maimild, angenehmNach dem 5. der wohl beste Monat des Jahres. Warm genug, noch nicht schwül, Azaleen und Glyzinien, überschaubare Menschenmengen.
Junifeucht, warmRegenzeit. Hortensien und Moosgärten sind dann am schönsten, das Wetter ist unzuverlässig. Hokkaido bleibt trocken.
Juliheiß, schwülAb Mitte des Monats Hochsommer mit über 30 Grad. Dafür Feuerwerke und Sommerfeste fast jedes Wochenende.
Augustsehr heißDer anstrengendste Monat. Dazu Obon um den 15., wenn das halbe Land unterwegs ist. Taifunsaison beginnt.
Septemberheiß, abklingendDie erste Hälfte ist noch schwül, die zweite wird angenehm. Höchste Taifunwahrscheinlichkeit, dafür wenige Reisende.
Oktobermild, trockenSehr stabiles Wetter, im Norden beginnt das Herbstlaub. Einer der verlässlichsten Monate.
Novemberkühl, klarHerbstlaub in Kyoto und Tokyo, meist ab Mitte des Monats. Die letzten zehn Tage sind in Kyoto extrem voll.
Dezemberkalt, klarAnfang Dezember noch Herbstlaub, dann Winterbeleuchtung. Ab dem 29. macht das Land zu.

Die drei Zeiten, in denen man besser nicht fährt

Das ist der Teil, den die meisten Reiseführer zu beiläufig behandeln. In diesen Wochen reist ganz Japan gleichzeitig, und das merkt man an jedem Bahnsteig.

Golden Week, 29. April bis 5. Mai

Vier Feiertage in sieben Tagen. Shinkansen-Reservierungen sind Wochen vorher weg, Hotelpreise verdoppeln sich, beliebte Orte sind kaum begehbar. Wenn deine Reise zwangsläufig hineinfällt: alles sehr früh reservieren und in dieser Woche in einer Stadt bleiben, statt zu wechseln.

Obon, um den 15. August

Kein gesetzlicher Feiertag, aber die größte Reisewelle des Jahres, weil viele zu ihren Familien fahren. Züge sind voll, viele kleine Restaurants und Geschäfte haben zu.

Neujahr, 29. Dezember bis 3. Januar

Die ruhigste und zugleich unpraktischste Zeit. Museen, Läden und viele Restaurants sind geschlossen, Schreine dafür sehr voll. Wer die Neujahrsrituale sehen will, kommt genau dann. Wer Sightseeing plant, besser nicht.

Ein vierter Zeitraum, der oft übersehen wird: Die sogenannte Silver Week im September. Sie entsteht nur, wenn zwei Feiertage günstig fallen, dann aber mit derselben Wucht wie die Golden Week. Das passiert nicht jedes Jahr, deshalb steht es in kaum einem Reiseführer. Vor der Buchung lohnt ein Blick in den japanischen Feiertagskalender für dein Reisejahr.

Kirschblüte: wo wann

Die Blüte zieht von Süden nach Norden. Die Vollblüte hält nur fünf bis zehn Tage, bei Regen oder Wind kürzer. Wer gezielt hinfährt, sollte einen Puffer von mindestens einer Woche einplanen und die Route notfalls nach Norden oder Süden verschieben können.

RegionÜbliche Blüte
Kyushu, Fukuokaetwa 20. bis 30. März
Kyoto, Osaka, Tokyoetwa 25. März bis 5. April
Kanazawa, NaganoAnfang bis Mitte April
Tohoku, SendaiMitte bis Ende April
Hokkaido, SapporoAnfang Mai

Das sind langjährige Durchschnittswerte. Die tatsächliche Blüte verschiebt sich je nach Winter um bis zu zehn Tage in beide Richtungen. Ab Januar veröffentlichen japanische Wetterdienste Prognosen, ab Anfang März sind sie brauchbar.

Der Fuji über dem Kawaguchi-See, im Vordergrund rot und orange gefärbte Ahornzweige
Der Kawaguchi-See am Fuß des Fuji, gut erreichbar als Tagesausflug von Tokyo.

Herbstlaub: die unterschätzte Jahreszeit

Das Herbstlaub wandert in die andere Richtung, von Norden nach Süden und von den Bergen ins Tal. Es dauert länger als die Kirschblüte und ist damit leichter zu treffen.

Kyoto ist in den letzten zehn Novembertagen so voll wie sonst nie im Jahr. Wer trotzdem hin will: vor sieben Uhr an den Tempeln sein, das ändert alles.

Regenzeit und Taifune

Die Regenzeit läuft auf der Hauptinsel von Anfang Juni bis Mitte oder Ende Juli, in Okinawa schon ab Mai, in Hokkaido gar nicht. Sie bedeutet nicht Dauerregen, sondern schwüle Tage mit kräftigen Schauern. Hortensien, Moosgärten und Bambuswälder sehen in dieser Zeit am besten aus.

Taifune kommen zwischen August und Oktober, am häufigsten im September. Ein Taifun legt den Verkehr für ein bis zwei Tage lahm, danach ist es meist strahlend schön. Wer in dieser Zeit reist, sollte nicht am letzten Tag den Rückflug ab einem anderen Flughafen haben und für jeden Ausflugstag eine Alternative in der Stadt kennen.

Und was heißt das für deine Reise?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was du sehen willst. Wer die Kirschblüte will, hat ein Zeitfenster von zehn Tagen und muss die Route danach bauen. Wer Ruhe und verlässliches Wetter will, fährt im Mai oder Oktober und hat freie Auswahl. Wer im Sommer muss, weil Schulferien sind, plant anders: früher Start, Mittagspause im Kühlen, Hokkaido statt Kyoto.

Genau diese Abwägung steckt hinter jedem Kapitel der Broschüre. Zu jedem Ort steht dabei, in welcher Jahreszeit er sich lohnt und wann du ihn dir sparen kannst.

Beitrag teilenKennst du jemanden, der gerade eine Japanreise plant?

Japan, Ort für Ort: Cover mit Fuji, aufgefächerte Seiten und die Ansicht am Handy, 222 Seiten

Und wohin dann?

Welcher Monat passt, weißt du jetzt. Die Broschüre beantwortet die zweite Hälfte: welche 13 Regionen sich lohnen und was dich an jedem Ort erwartet.

Für 19 € kaufen

222 Seiten als PDF. Bezahlt wird bei Payhip, den Download-Link bekommst du gleich danach.

Passend dazu Higanbana: 10 Orte und wann sie blühen
Omikuji: was auf dem Zettel steht
Mondfeste und Yōkai in Kyoto
Herbstlaub in Japan: wann und wo
Japan, Ort für Ort: 13 Regionen auf 222 Seiten · Wer hinter Dein Japan Plan steckt