Startseite › Blog › Fotospots in Tokyo
Von Pia. September 2026, ergänzt im Oktober 2026.
14 Orte, an denen die Fotos tatsächlich etwas werden. Wichtiger als der Ort ist meistens die Uhrzeit, deshalb steht sie überall dabei. Am Ende ein Abschnitt darüber, wo man nicht fotografieren darf, weil das regelmäßig Ärger gibt.
Wenn du nur einen Abend hast: Shibuya Sky zur blauen Stunde, danach zu Fuß durch Kabukicho. Damit hast du beide Gesichter der Stadt an einem Abend.
Wenn du nur einen Morgen hast: Senso-ji vor sieben Uhr, dann durch Yanaka. Beides ist um diese Zeit fast menschenleer.
Das offene Dach in 230 Metern Höhe, mit Blick über die Kreuzung und bei klarem Wetter bis zum Fuji. Die beste Zeit ist etwa 40 Minuten vor Sonnenuntergang, dann erwischst du Tageslicht, Dämmerung und Nacht in einem Besuch. Tickets sind für die guten Zeitfenster oft Tage vorher weg.
Eine Sache, die viele nicht wissen: Auf dem offenen Dach sind lose Gegenstände nicht erlaubt, Taschen und Handys müssen in Schließfächer oder an einer Handschlaufe hängen.
Die kostenlose Alternative: die Aussichtsdecks im Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku (東京都庁). Beide Türme haben im 45. Stock ein Deck auf 202 Metern, der Eintritt ist frei und du brauchst keine Reservierung. Das ist kein offenes Dach wie in Shibuya, du fotografierst durch die Scheibe. Geh also dicht ans Glas und halte bei Dunkelheit die Kamera oder das Handy direkt an die Scheibe, sonst spiegelst du dich selbst im Bild. Dafür ist es kostenlos und die Sicht über das Hochhausmeer von Shinjuku ist ziemlich gut.
Tokyo Metropolitan Government Building No. 1, 西新宿2-8-1. Südturm 9:30 bis 22:00 (Einlass bis eine halbe Stunde vorher), geschlossen am 1. und 3. Dienstag im Monat. Der Nordturm schließt früher und ist am 2. und 4. Montag zu, an den Schließtagen vom Südturm hat er länger offen. Zum Jahreswechsel und bei Prüftagen sind beide zu. Ein Turm ist also fast immer offen, den Kalender vor dem Besuch kurz prüfen. Station Tochomae (Oedo-Linie), Ausgang A4, etwa 1 Minute, oder rund 10 Minuten zu Fuß von Shinjuku. Stand Oktober 2026.
Der klassische Blick auf die Kreuzung kommt nicht von Shibuya Sky, sondern von tiefer gelegenen Punkten. Das Fenster im ersten Stock des Starbucks im Tsutaya-Gebäude ist der bekannteste, die Dachterrasse des Magnet-Gebäudes der bequemere. Zur blauen Stunde an einem Regentag sieht es am besten aus, weil sich die Neonschilder im nassen Asphalt spiegeln.
Der Turm sieht aus der Ferne besser aus als von unten. Die Uferpromenade zwischen Asakusa und Oshiage gibt dir den Turm mit Wasserspiegelung. Die blaue Stunde ist Pflicht, weil dann die Beleuchtung läuft. Die Farbe wechselt übrigens täglich.
Tagsüber ist es hier kaum auszuhalten. Vor sieben Uhr morgens steht man fast allein unter dem Kaminarimon, und das Licht kommt flach von der Seite. Der Blick durch das Hozomon auf die Fünf-Stockwerk-Pagode ist das Motiv.
Mein Tipp für den Blick von oben: Gegenüber vom Kaminarimon steht das Asakusa Culture Tourist Information Center, und ganz oben hat es eine Aussichtsterrasse. Von dort schaust du die ganze Nakamise-dori entlang bis zum Hozomon und zur Pagode. (Ich war schon so oft in Japan und hatte das nie am Schirm. Jetzt, nach Jahren, war ich endlich selbst oben, und es zahlt sich aus.) Die Terrasse ist kostenlos und bis 22 Uhr offen, länger als der Rest des Hauses. Am schönsten ist es zur blauen Stunde, wenn die Lichter der Nakamise angehen. Im Aufzug drückst du die 8, das ist in Japan der achte Stock, bei uns wäre es der siebte.
Asakusa Culture Tourist Information Center (浅草文化観光センター), 台東区雷門2-18-9. Haus 9 bis 20 Uhr, Terrasse 9 bis 22 Uhr, Eintritt frei. 1 Minute vom Ausgang 2 der Ginza-Linie, Station Asakusa. Stand Oktober 2026.
Ein Tunnel aus roten Torii, deutlich kleiner als der in Fushimi Inari, dafür in Tokyo und meist leer. Am frühen Morgen oder an einem Werktag. Ende April blühen dort Azaleen, dann ist auch hier viel los.
Eine Treppe, die von unten nach oben durch Torii führt, mit Hochhäusern im Hintergrund. Der Kontrast zwischen Schrein und Bürovierteln ist das Motiv, das es so nur in Tokyo gibt. Am besten am frühen Vormittag, wenn Licht in die Treppe fällt.
Ein Motiv, das kaum jemand kennt: Mitten in Nihonbashi steht zwischen Bürotürmen ein großes rotes Torii, dahinter liegt der kleine Fukutoku-Schrein, gleich neben dem Einkaufszentrum COREDO Muromachi. Von unten fotografiert, ragen die Hochhäuser direkt über dem Torii auf. Abends ist es am stärksten, wenn der Weg beleuchtet ist und das Rot vor dem dunklen Himmel leuchtet.
福徳神社, 中央区日本橋室町2-4-14. Ausgang A6 der Station Mitsukoshimae (Ginza- und Hanzomon-Linie), 1 Minute zu Fuß. Eintritt frei, Amulette und Goshuin 10 bis 17 Uhr. Stand Oktober 2026.
Enge Gassen mit Yakitori-Ständen, Rauch und roten Laternen. Ab Einbruch der Dunkelheit, am stimmungsvollsten unter der Woche gegen 19 Uhr, wenn die Gassen voll, aber noch begehbar sind.
Die dichteste Leuchtreklame der Stadt. Der Godzilla-Kopf auf dem Hotel Gracery ist das bekannteste Motiv, die Seitenstraßen sind die besseren. Fotografier die Reklamen, nicht die Leute davor. Viele Lokale wollen nicht fotografiert werden, und mit den Anwerbern auf der Straße willst du ohnehin nicht ins Gespräch kommen.
Rund 200 winzige Bars auf wenigen Häuserblöcken. Von außen fotogen, innen gilt: ohne Erlaubnis keine Fotos, viele Bars verbieten es ausdrücklich und verlangen zusätzlich Eintritt.
Ein Viertel, das die Bombennächte überstanden hat, mit Holzhäusern und einem Friedhof voller Kirschbäume. Die Treppe am Ende der Einkaufsstraße Yanaka Ginza heißt Yuyake Dandan, Sonnenuntergangstreppe, und heißt so, weil die Sonne dort genau hineinfällt. Eine Stunde vor Sonnenuntergang.
Zur Kirschblüte der bekannteste Kanal der Stadt, den Rest des Jahres ein ruhiges Viertel mit Cafés. In der Blüte vor acht Uhr morgens, danach steht man in einer Schlange.
Die Backsteinfassade des Bahnhofs von oben, mit den Hochhäusern von Marunouchi dahinter. Die Dachterrasse des KITTE-Gebäudes ist frei zugänglich. Blaue Stunde, dann ist die Fassade beleuchtet.
Für alle, die Züge mögen, ist das der Spot in Tokyo. Von der Brücke Hijiri-bashi direkt am Bahnhof Ochanomizu schaust du auf den Kanda-Fluss hinunter, und dort kreuzen sich drei Linien übereinander: die orange Chūō-Linie, die gelbe Sōbu-Linie und die rote Marunouchi-Linie, die hier kurz aus dem Tunnel kommt und über den Fluss fährt. Stell dich auf die Ostseite der Brücke, dann hast du alle drei im Blick. Mit etwas Geduld erwischst du sie gleichzeitig, Züge kommen hier alle paar Minuten.
Die jahrelange Baustelle am Bahnhof ist fertig, am Ufer darunter wird nur noch aufgeräumt (Stand Mai 2026).
聖橋, zwischen dem JR-Bahnhof Ochanomizu und der Marunouchi-Linie, Station Ochanomizu. Jederzeit frei zugänglich.
Werbung
Für einige dieser Orte brauchst du ein Zeitfenster-Ticket, für andere lohnt sich eine geführte Runde. Ich kann dir an dieser Stelle die aktuellen Angebote von Klook einblenden.
Das Fenster kommt von Klook und setzt beim Laden Cookies, unter anderem um zu erkennen, ob eine Buchung über meine Seite kam. Deshalb lädt es erst auf Klick.
Buchst du darüber, bekomme ich eine Provision. Für dich kostet es dasselbe. Mit dem Klick willigst du ein, dass Klook Inhalte lädt und Cookies setzt. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Wo du nicht fotografieren darfst
In Bahnhöfen sind Stative und Blitz nicht erlaubt, auf Bahnsteigen ist das Fotografieren mit ausgefahrenem Arm gefährlich und wird angesprochen.
Und die wichtigste ungeschriebene Regel: Menschen werden nicht ungefragt fotografiert, besonders keine Angestellten in Kimono und keine Kinder. Ein kurzes Nachfragen kostet nichts und wird fast immer freundlich beantwortet.
Beitrag teilenKennst du jemanden, der gerade eine Japanreise plant?
14 Spots sind ein Anfang. Die Broschüre hat 13 Regionen von Tokyo bis Hiroshima, jeden Ort mit Eintritt, Öffnungszeiten, bester Uhrzeit und Anfahrt.
222 Seiten als PDF. Bezahlt wird bei Payhip, den Download-Link bekommst du gleich danach.